Die Welt Retten 101

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  Letzten Sommer habe ich angefangen diesen Text zu schreiben. Und dann aufgehört. Und wieder angefangen. Und, ihr ahnt es, wieder aufgehört. Jetzt reicht’s aber langsam mal, weil ich das Thema doch wichtig finde. Also kommt hier der dritte Versuch. Freitag vor einem Jahr und drei Monaten wurde ich von einem Punkt Licht geweckt, der sich durch unsere alten Fensterläden ins Schlafzimmer geschlichen hatte und mir auf der Nase sass. Gemäss den Instinkten meiner Generation schaute ich nach dem Aufwachen zu allererst auf mein Smartphone. „Don’t think I’ve ever been so ashamed to be British“, war da der erste Status, den Facebook mir ausspuckte. Bitte, was? Eingeschlafen war ich die Nacht zuvor mit dem Ergebnis Gibraltars, welches zu 96% gegen den Austritt aus der EU gestimmt hatte und mit Bildern von der #remain Kampagne, wo den Leuten das Siegeslächeln schon auf den Lippen lag. Ich zog die Decke über den Kopf und dachte nach. Brexit. Was ist da bloss falsch gelaufen? Wie kommen Menschen dazu, für den Austritt zu stimmen? Und sowieso: wie kann es sein, dass sich überall in Europa und in Nordamerika Menschen von reaktionärem und nationalistischem Gedankengut verleiten lassen? Nach dem Brexit kam ja wie bekannt ist […]

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Gestern noch.

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  Erst Gestern noch im Parc de l’hermitage gelegen und von Spatzen, Blüten und Balkongeländern zum Lesen gezwungen worden. Erst vor einigen Tagen, sagt das Gefühl, hast du Angst und Blut geschwitzt, um deinen Bachelor zu beenden. Ja. Und ich dachte, das schaffe ich nie rechtzeitig. Und falls doch, dann wird der ganze Schwachsinn nicht rechtzeitig korrigiert. Das Gefühl nickt. Die Bestätigung kam dann einen Tag, bevor ich meinen Master in einer anderen Stadt anfing. Zum Glück. Das Gefühl schaut fragend. Ja, das war dann einige Wochen lang meine Geschichte. Also das kurze Anekdötchen, welches man Fremden hinwirft, wenn man eigentlich nichts zu sagen hat. Hach ja, das war ein Stress! Gestern die Bachelor Bestätigung und heute schon den Master anfangen! Aber eigentlich hat genau dies, die Flicken zusammen gehalten. Weil du keine Zeit zum Nachdenken hattest, sagt das Gefühl. Ich nicke. So ist es. Und Gestern ist jetzt einen Monat her. Mal wieder betrogen von der Zeit, denke ich. Oder von dir selbst, weil du diese nicht genutzt hast. Ich hebe die Augenbrauen, aber das Gefühl weiss, dass es recht hat. Und jetzt, da du dich an den Stress gewöhnt hast, schaltet die Zeit einen Gang runter und das Hamsterrad […]

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