Light Hurts

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This is the first time I will address mental health directly here. I should have done that ages ago, because honestly it is probably the topic I have most to say about (except complaining about people on public transport which has become an olympic discipline in my universe). The articles I read nowadays about various aspects of mental health make me want to personally scream at the authors. I don’t want to step on anyone’s toes or to discredit people’s feelings, but in my opinion there is a big number of people out there who write about mental health without being qualified to do so- mostly because they are not mentally unhealthy in the clinical sense. And their writing gets eaten up by people who are equally healthy. Yes, this sounds cruel and I hope no one who really needs help reads this, thinking that they are a fraud. But I do believe that current developments in psychology, including the DSM 5 have contributed to lots of actually healthy people diagnosing themselves. Those people then heal their „mental disorders“ by doing yoga once a week, spending time in a forest and doing a vegan detox. Again, don’t get me wrong, all […]

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OOTD: Die Kultur von Jemand Anderem

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  Mit den meisten Modefragen muss man nicht zu mir kommen. Ich mag es zwar einzukaufen, ich ziehe mich auch gerne schön an, aber es gibt ziemlich viel, was einfach an mir vorbeizieht. Fashion weeks habe ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr verfolgt und ich kaufe mir seit zehn Jahren keine Modezeitschriften mehr. Deswegen steh‘ ich auch manchmal etwas auf der Leitung, wenn sich ein neuer Trend anbahnt und wenn es mich dann überkommt mitzumachen, ist es meist schon zu spät. Vielleicht bin ich auch etwas traumatisiert, weil ich als junges Mädchen mal auf der Strasse darauf angesprochen wurde, dass das Haartuch, welches ich trug, nicht mehr im Trend sei. Kinder sind so grausam. Und ja, Adriana, ich erinnere mich an dich. Ein Trend, der sich jetzt schon länger hält, ist mir aber zunehmend ein Dorn im Auge. Ob ihr Fans des Hippie Styles seid oder nicht, ob ihr bei den High Street oder High End Läden einkauft, sogar als völlig Mode-Uninteressierte werdet ihr luftigen, bestickten Blusen und Kleidern und Röcken begegnet sein. Falls ihr gerne online einkauft, steht da eventuell „hippie“, „gypsy“*, „boho“ drunter. Oder ein Kleid heisst „Yelena peasant dress“. Ein weiteres Lieblingsadjektiv ist „ethnic“. Die Modeindustrie ist schon seit einigen Jahren, […]

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Eine schlichte Katze wäre besser gewesen – Über unnötige T-Shirt Drucke

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Ja, ich weiss. Es gibt so viele Dinge, über die man sich eher aufregen kann- keine Sorge, ich habe genug Motzkraft und komme auch zu eurem Lieblingsproblem. Aber heute möchte ich mich einem persönlichen Favoriten widmen. Einem Thema, dass schon seit über einem Jahr in meinen Post-Entwürfen sitzt und für welches ich regelmässig Beweismaterial sammle. Es geht um dumme, unnötige, peinliche und manchmal schlichtweg hässliche T-Shirt Drucke. Bevor mir jetzt jemand den metaphorisch ersten Stein um die Ohren hauen will: Ja, auch ich habe T-Shirts, die mit irgendwas bedruckt sind. Ja, es gibt auch verdammt gute T-Shirt Projekte. Ja, darunter waren zumindest in der Vergangenheit auch welche, für die ich mich heute ohrfeigen will (Avril Lavigne Fan-Shirt mit Slipknot Ästhetik? Ohmygawd). Aber über gewisse Exemplare müssen wir jetzt trotzdem mal reden. Das Universum des politisch unkorrekten Druckes ist da zum Glück schon abgedeckt. Bei Prints wie „Grab America By The Pussy“ muss man sich ja auch nicht wundern, warum alle heiss laufen. Und vor allem wenn es die grossen Themen betrifft, kommt die Reaktion ja auch schnell und gewandt. Aber um solche Themen geht es mir heute -ausnahmsweise- nicht. Sonst könnte ich ja auch den Rest meines Lebens damit verbringen, […]

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Gedanken übers Prokrastinieren

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Die Prokrastination als Thema ist im Mainstream angekommen. Ja, man könnte sogar sagen, dass sie ziemlich gut verankert ist. Man kann Blogpost um Blogpost darüber lesen, Zeitungen von A bis Z haben darüber berichtet und wenn man nicht lesen mag, kann man ja sogar einem Ted Talk zum Thema lauschen. Das kann dann -sogar!- zu einer neuen Form der Prokrastination werden. Anstatt jetzt das zu tun, was ich eigentlich tun sollte, verschwende ich einen ganzen Tag darauf mich von Prokrastination, zu Konditionierungstheorien zu Pawlowschen Hunden zu Placebos bis hin zu Benjamin Franklin zu klicken. Habt ihr gewusst, dass der Sultan von Konstantinopel Süleyman I gelernter Goldschmied war? Interessant. Was mich aber wirklich gurkt ist, dass ich auch da prokrastiniere, wo ich eigentlich nicht will (beziehungsweise wollen sollte). Nämlich bei Dingen, die mir eigentlich total Spass machen. Also bei meinen Hobbies. Es passiert mir also, dass ich Lust hätte zu schreiben, fotografieren, kochen oder etwas Yoga zu machen, und stattdessen verbringe ich dann einen ganzen Nachmittag damit, eine Haarklammer zu suchen, die mir vor fünf Jahren vielleicht hinter’s Bett gerutscht ist. Und dass gehört wahrscheinlich noch zu meinen besseren Momenten, weil ich dann immerhin hinterm Bett gestaubsaugt habe. Lose -Win, was?! Mit der […]

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Wieso Ich gestern an den Women’s March in Zürich ging

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  Schlaue Gründe, um am Women’s March in Zürich teilzunehmen, gab es viele. Am Ende des Protests wurden viele dieser Gründe auch von den Rednerinnen angesprochen: die Rettung der AHV durch die Erhöhung des Rentenalters für Frauen, der klaffende Pay Gap und und und. Darüber möchte ich hier aber nicht schreiben. Zum Teil, weil es Leute gibt, die einfach besser informiert sind, zum Teil jedoch, weil vieles mich im Hier und Jetzt gar nicht betrifft. Mit Mitte zwanzig und als Studentin scheint das Rentenalter in schier unendlicher Ferne und bei meinen vereinzelten Ferienjobs spüre ich auch noch nicht viel von der Lohnungleichheit. Klar, das alles kommt auf mich zu -und wahrscheinlich schneller, als ich jetzt denke. Und natürlich möchte ich mich jetzt schon solidarisieren mit Frauen, die arbeiten, und Frauen, die schon um ihre Rente fürchten. Was aber sind die Gründe, die emotional schwer wiegen?  Was bewegt Frauen in meinem Alter, und die bezüglich Privilegien eher im Mittelfeld spielen, auf die Strasse zu gehen? Mein Alltag ist seit fünf Jahren die Universität, das Studentenleben mein Erfahrungsrahmen. Es ist also ein relativ privilegiertes Leben. Seit ich angefangen habe zu studieren, war ich an drei verschiedenen Schweizer Hochschulen und arbeitete kurz selbst […]

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