Gedanken übers Prokrastinieren

deepwoods

Die Prokrastination als Thema ist im Mainstream angekommen. Ja, man könnte sogar sagen, dass sie ziemlich gut verankert ist. Man kann Blogpost um Blogpost darüber lesen, Zeitungen von A bis Z haben darüber berichtet und wenn man nicht lesen mag, kann man ja sogar einem Ted Talk zum Thema lauschen. Das kann dann -sogar!- zu einer neuen Form der Prokrastination werden. Anstatt jetzt das zu tun, was ich eigentlich tun sollte, verschwende ich einen ganzen Tag darauf mich von Prokrastination, zu Konditionierungstheorien zu Pawlowschen Hunden zu Placebos bis hin zu Benjamin Franklin zu klicken. Habt ihr gewusst, dass der Sultan von Konstantinopel Süleyman I gelernter Goldschmied war? Interessant. Was mich aber wirklich gurkt ist, dass ich auch da prokrastiniere, wo ich eigentlich nicht will (beziehungsweise wollen sollte). Nämlich bei Dingen, die mir eigentlich total Spass machen. Also bei meinen Hobbies. Es passiert mir also, dass ich Lust hätte zu schreiben, fotografieren, kochen oder etwas Yoga zu machen, und stattdessen verbringe ich dann einen ganzen Nachmittag damit, eine Haarklammer zu suchen, die mir vor fünf Jahren vielleicht hinter’s Bett gerutscht ist. Und dass gehört wahrscheinlich noch zu meinen besseren Momenten, weil ich dann immerhin hinterm Bett gestaubsaugt habe. Lose -Win, was?! Mit der […]

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Wieso Ich gestern an den Women’s March in Zürich ging

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  Schlaue Gründe, um am Women’s March in Zürich teilzunehmen, gab es viele. Am Ende des Protests wurden viele dieser Gründe auch von den Rednerinnen angesprochen: die Rettung der AHV durch die Erhöhung des Rentenalters für Frauen, der klaffende Pay Gap und und und. Darüber möchte ich hier aber nicht schreiben. Zum Teil, weil es Leute gibt, die einfach besser informiert sind, zum Teil jedoch, weil vieles mich im Hier und Jetzt gar nicht betrifft. Mit Mitte zwanzig und als Studentin scheint das Rentenalter in schier unendlicher Ferne und bei meinen vereinzelten Ferienjobs spüre ich auch noch nicht viel von der Lohnungleichheit. Klar, das alles kommt auf mich zu -und wahrscheinlich schneller, als ich jetzt denke. Und natürlich möchte ich mich jetzt schon solidarisieren mit Frauen, die arbeiten, und Frauen, die schon um ihre Rente fürchten. Was aber sind die Gründe, die emotional schwer wiegen?  Was bewegt Frauen in meinem Alter, und die bezüglich Privilegien eher im Mittelfeld spielen, auf die Strasse zu gehen? Mein Alltag ist seit fünf Jahren die Universität, das Studentenleben mein Erfahrungsrahmen. Es ist also ein relativ privilegiertes Leben. Seit ich angefangen habe zu studieren, war ich an drei verschiedenen Schweizer Hochschulen und arbeitete kurz selbst […]

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